Gegen Amazon Business und Co: Visable drängt auf den Online-B2B-Markt

Die Hamburger Firma „Wer liefert was“ (WLW) mit ihrer neuen Dachmarke „Visable“ -einem Online-B2B-Marktplatz-  gegen große Konkurrenten wie Amazon Business, Alibaba, Indiamart und Thomas behaupten.

WLW war in den Anfangszeiten des Internets ganz vorn dabei: Bereits 1995 – noch ein Jahr vor der Gründung von Google – ging der Katalog als Spezialsuchmaschine online. Doch so recht wollte das Online-Geschäft dann nicht vorwärts kommen. Ab änderte sich das, WLW sollte internationaler werden, zudem wurde die Suche nach Produkten eingeführt. 2016 übernahm WLW das bedeutendste europäische B2B-Verzeichnis „Europages“ und kaufte Anfang Mai dieses Jahres das Berliner Kleinanzeigenportal Gebraucht.de.

Ziel der neuen Dachmarke „Visable“ ist, in 29 europäischen Märkten kleine und mittelständische Unternehmen in die Lage zu versetzen, digitale Vertriebswege für sich zu nutzen und international sichtbar zu sein. Unter dem neuen Firmendach Visable werden die Marktplätze „Wer liefert was“ und „Europages“ weiterhin unter den traditionellen Markennamen betrieben. Außerdem bietet Visable eine Reihe von Dienstleistungen im Online Marketing an. Zudem können sich die Experten von Visable um die Optimierung von Firmen-Daten und die Analyse des Traffics auf den Firmen-Webseiten kümmern. Visable ist sich des riesigen Potenzials im B2B-Sektor bewusst: „Der Online-B2B-Markt wird laut einer Studie von Frost & Sullivan im Jahr 2020 mit 6,7 Billionen US-Dollar doppelt so groß sein wie der Online-Einzelhandels-Markt mit 3,2 Billionen“, so Firmenchef Peter Schmid.

Von der großen internationalen Konkurrenz hebt sich Visable in zwei wesentlichen Punkten ab. Zum einen fokussiert man sich auf den europäischen Markt. Auf den Visable-Plattformen gibt es keinen virtuellen Warenkorb, sondern die Geschäfte werden nur angebahnt. Wenn die gesuchten Maschinen oder andere B2B-Produkte bei WLW oder Europages aufgestöbert werden, schließen die Vertragsparteien dann in der Regel ganz analog die Einkaufverträge ab. An diesem Geschäftsprinzip will Visable nicht rütteln.

2019-06-13T12:02:37+02:0013.06.2019|